Startseite  Oberaussem   Familien/Personen  Historiker Gerd Friedt

Historiker Gerd Friedt

Layout Hans Griese

Der Lebensweg von Gerd Friedt wird in dem Buch „Familie Kommerzienrat Adolf Silverberg“ wie folgt beschrieben:

 

Gerd Friedt (verheiratet, 1 Sohn) wurde 1945 in Köln geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Oberaußem. 1960 absolvierte er eine Ausbildung als Elektromaschinenbauer; heute ist er als Elektriker an der LMU München tätig. Viele Jahre engagierte sich Gerd Friedt ehrenamtlich in der Jugendarbeit des Kreises Bergheim. So betätigte er sich für den Kreis u.a. als Skilehrer, in den Herbstfreizeiten als Werklehrer und Sportbetreuer auf dem Finkenberg in Blankenheim. Über den ehemaligen Kreisjugendpfleger Bernhard Michalski, entstanden damals Kontakte nach Israel. 1968/69 reiste Gerd Friedt erstmalig in den Nahen Osten. Der Gesamtaufenthalt umfasste bis 1980 mehr als fünf Jahre, vorwiegend in einem Dorf, das von deutschen Juden gegründet worden war. Von dort aus wurden Verbindungen zu ehemaligen Bedburger Juden und deren Nachkommen geknüpft. Recherchen zum Thema "Bergheimer Juden" erfolgten im Jahre 1975, wobei auch reichhaltiges Material über die Juden in Bedburg gesichtet werden konnte. 1983 erschien "Die Geschichte der Juden in Bergheim/Erft". 1989 wurde eine Biographie nebst Übersetzung der Beschneidungs- und Hochzeitsbücher des orthodoxen Rabbiners Dr. Benedict Wolf aus Köln von Gerd Friedt herausgegeben. 1995 veröffentlichte der Bergheimer Geschichtsverein in seinem Jahrbuch einen Beitrag des rheinischen Judaisten über den Arzt Dr. med" Moyses Levi sowie Vorgänger der Jülicher Judenschaft, die im 18. Jahrhundert in Bergheim lebten. Weitere Arbeiten waren u.a. Artikel in jüdischen Zeitungen, zahlreiche genealogische Arbeiten für jüdische Privatpersonen sowie Beiträge zum Pincas Kehillot Rheinland (Gedenkbuch für die jüdischen Gemeinden im Rheinland), Yad Vashem Jerusalern. Seit 1987 beschäftigt sich Gerd Friedt intensiv mit der Erforschung der Geschichte der Juden in Bedburg. Neben der vorliegenden Biographie zur Familie des Kommerzienrates Adolf Silverberg,

 

Die Familie Friedt ist eine der alt ansässigen katholischen Familien in diesem linken Teil des Rheinlandes, der als Niederrhein bezeichnet wird.

Heute, im Jahre 2011, hat es Teile unserer Familie weit in die Welt verstreut und so gibt es uns in den USA, in der Schweiz und mich hat es nach München, in die bayerische Metropole, verschlagen.

 

die zugleich einen Beitrag zur rheinischen Wirtschaftsgeschichte darstellt, ist eine grundlegende Publikation über die Bedburger Judenschaft in Vorbereitung, die voraus sichtlich 1998 vom Bedburger Geschichtsverein heraugegeben wird.

 



Der Historiker Gerd Friedt

08.01.2006

Oftmals wird in Zeitungen der Historiker Gerd Friedt zitiert oder es werden Werke von ihm veröffentlicht. Insider wissen, wer Gerd Friedt ist. Aber wissen es auch die vielen Bürgerinnen und Bürger, die erst in den letzten Jahren in diese Region gezogen sind? Wer ist Gerd Friedt ? Heinz Gerd Friedt ist zwar am 28. Oktober 1945 in Köln geboren, hat aber seine Kindheit in Oberaussem verbracht und hier den Kindergarten und die Schule besucht und ist eigentlich durch und durch ein Oberaussemer Junge. Er lebt nunmehr seit über 25 Jahren in München und ist dort mit einer Münchenerin verheiratet.

Von hier aus recherchiert er täglich in aller Welt. Durch seine Forschungstätigkeit über jüdisches Leben im Rheinland hat sich Gerd Friedt in weiten Kreisen einen besonderen Ruf erworben. Im Jahre 2000 wurde ihm für seine Arbeit das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Seit 1975 widmet sich Gerd Friedt, der einige Jahre seines Lebens im Kreise einer jüdischen Familie in Israel verbrachte, der jüdischen Orts - und Gemeindegeschichte auf dem Gebiet des linken Rheinlandes, speziell von Bergheim und dem heutigen Rhein-Erft-Kreis. Darüber hinaus hat er Familien -und Einzelbiografien für die Städte Bedburg, Elsdorf und Kerpen erarbeitet. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der Bearbeitung rheinisch - jüdischer Landfriedhöfe, für deren Erhalt er sich auch nach seiner Übersiedlung nach München 1980 weiterhin einsetzt. Durch seine Kenntnisse der hebräischen Sprache konnte Friedt, teils in Zusammenarbeit mit anderen Heimatforschern und Genealogen, komplette Übersetzungen des Grabstein - Bestandes von jüdischen Friedhöfen erarbeiten und somit vor dem Verfall retten. mehr