Startseite  Oberaussem   Kriege  2. Weltkrieg   Russengräber auf dem Kirchenfriedhof in Oberaußem   Fritz Sauckel

Fritz Sauckel

Wer war Fritz Sauckel?

Fritz Sauckel war ein frühes Mitglied der NSDAP und glühender Verehrer Adolf Hitlers. In der Thüringer NSDAP machte er seit Anfang der 1920er Jahre stetig Karriere. 1927 wurde er Gauleiter und 1932 leitender Staatsminister in der ersten nationalsozialistischen Regierung Deutschlands. Im März 1942 wurde er zum Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz (GBA) ernannt und damit zu einem der mächtigsten Männer im gesamten Deutschen Reich. Er war in diesem Amt hauptverantwortlich für die Deportation von Millionen von Menschen in die Zwangsarbeit.

Seine reichsweite Karriere startete Sauckel spätestens mit seiner Ernennung zum Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz (GBA) am 21. März 1942 durch Adolf Hitler. Als GBA war Sauckel in der Folge hauptverantwortlich für die Deportation von Millionen von Menschen zur Zwangsarbeit im Deutschen Reich. Die gesamte Arbeitsverwaltung im Deutschen Reich und den besetzten Gebieten wurde ihm unterstellt. Sauckels Befugnisse reichten über die Grenzen des Deutschen Reiches und beispielsweise auch über diejenigen des Reichsarbeitsministeriums hinaus. Sein Amt legte fest, wie viele Arbeitskräfte aus jedem besetzten Land ins Deutsche Reich gebracht werden sollten. In enger Zusammenarbeit mit zivilen und militärischen Besatzungsverwaltungen sollten seine Delegierten vor Ort für die Einhaltung der Anwerbungsquoten sorgen. Sauckels Maßnahmen führten zu einer Verschärfung der Zwangsarbeiter-innen Rekrutierung. Die massenhafte Verschleppung von Frauen, Männern und zunehmend auch Kindern - vor allem aus der besetzten Sowjetunion und Polen - waren die Folge. Menschenjagden und drakonische Strafmaßnahmen kennzeichneten die Rekrutierung unter Sauckel.

Kurz nach der Niederlage des Deutschen Reiches verhafteten amerikanische Soldaten Sauckel. Er wurde im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher angeklagt und u.a. wegen seiner Hauptschuld bei der Deportation von Zwangsarbeiter-innen zum Tode verurteilt. Sauckel wurde am 16. Oktober 1946 hingerichtet.