Mein Geburtsort Olpe Osterseifen
Wir schreiben das Jahr 2025, in der ich meine Geschichte aufzuschreiben beginne. Bis heute war ich der Meinung. das mein Geburtsort das Kloster der Pallottiner in Olpe Sterseifen gewesen sei. Nachfolgender Zeitungartikel beschreibt die Ursache für diese Annahme:
Olpe. Etwa zwanzig Mitglieder eines Gestapo-Kommandos rückten am 19. Juni 1941 in der sauerländischen Kreisstadt Olpe an, um das Pallottiner-Kloster zu stürmen und dessen Bewohner zu vertreiben. Gegen diesen Raubzug der Nazis demonstrierten an drei aufeinanderfolgenden Tagen hunderte Frauen, Männer und Jugendliche.
Sie sangen Kirchenlieder gegen die braunen Feinde von Kreuz und Christentum, läuteten Glocken und beschimpften lautstark die Nazibande. Weil die Gestapo-Beamten Teilnehmer der Proteste verprügelten, bewaffneten sich einige Bauern sogar mit Eichenknüppeln. Der Aufruhr kam spontan. Die Laien am Ort ergriffen Initiative, ohne die kirchliche Obrigkeit vorher um Erlaubnis zu fragen.
Die Gestapo lernte daraufhin im südlichen Sauerland das Fürchten. Die Olper Demonstrationen fanden mehrere Wochen früher statt als die ersten öffentlichen Einsprüche des münsterischen Bischofs von Galen gegen den Klostersturm. Sie wurden 1941 weit über die Grenzen des Sauerlandes hinaus bekannt und im NS-Machtapparat an höchster Stelle wahrgenommen. Gegen einige Beteiligte ging man mit Gewalt, Repression und Gefängnishaft vor. Am Ende entschieden sich die Staatsbehörden jedoch dazu, die Strafverfahren gegen Olper „Aufrührer" nicht weiter zu betreiben.
Man wollte die Erinnerung an das Aufbegehren der südsauerländischen Katholiken nicht wieder lebendig werden lassen. In der Kirchengeschichtsschreibung von oben hat man die Initiativen mutiger Laien oft wenig beachtet.
Der Pallottiner-Pater Norbert Hannappel zeigte 1991, wie es anders geht: Er befragte unter Nutzung eines Tonbandgerätes noch lebende Zeitzeugen - gleichsam „in letzter Minute". So entstand eine einzigartige Sammlung von Berichten zum Olper Klostersturm, ergänzt durch Quellen aus dem Ordensarchiv und die Erinnerungen einer resoluten „LaienAgentin" der Pallottiner.
Der Ort meiner Geburt ist das Das St. Martinus Hospital in Olpe, St. Martinus Hospital Olpe, Hospitalweg 6. Aber warum ich hier geboren wurde, obwohl meine Eltern keinlerlei Beziehung nach Osterseifen hatten, kann ich in letzter Konsequenz nicht erklären. Ds meine Eltern bei meiner Geburt beide 44 Jahre alt waren, könnte ein Grund sein.