Der 2. Weltkrieg
Der 2. Weltkrieg neigte sich dem Ende entgegen. Der am 1. September 1939 mit dem Einmarsch in Polen begonnen hatte, hatte sich über ganz Europa ausgebreitet. Mittlerweile hatten die Amerikaner in das Geschehen eingegriffen, als sie im Juni 1944 an der Atlantikküste von Frankreich unter starken Verlusten an Land gingen. Die anfängliche Euphorie war in Angst und Panik umgeschlagen.
Der Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg erfolgte am 8. Dezember 1941 mit der Kriegserklärung an Japan und nach dem Angriff auf Pearl Harbor am Tag zuvor. Nur wenige Tage darauf folgte dann die Kriegserklärung von Deutschland und Italien an die USA.
Mit der Landung amerikanischer Soldaten an der Westküste der Normandie in Frankreich betraten US-Soldaten europäisches Gebiet. Gleichzeitig begann die Bombardierung deutscher Städte und kriegswichtige Industrien wie Öl- Raffinerien usw.
Die alliierten Luftangriffe auf Deutschland begannen 1940 mit der britischen Bombardierung von Berlin als Vergeltung für deutsche Angriffe auf London. Die Royal Air Force (RAF) setzte auf nächtliche Flächenbombardements, während die US Air Force ab 1943 gezielte Tagesangriffe flog. Besonders intensivierten sich die Angriffe nach der deutschen Niederlage in Stalingrad, als die Alliierten ihre Strategie auf die systematische Zerstörung der deutschen Rüstungsindustrie und Infrastruktur konzentrierten. Erste Großangriffe trafen Hamburg im Juli 1943 während der „Operation Gomorrha". Die Zahl der Luftangriffe stieg in den folgenden Jahren kontinuierlich
Besonders ab 1943 intensivierten die Alliierten ihre Luftoffensive, um die Kriegswirtschaft zu schwächen und die Wehrmacht zu demoralisieren. Städte wie Hamburg, Dresden und Köln erlitten massive Zerstörungen, während Millionen Menschen ihre Heimat verloren. Die Luftangriffe spielten eine entscheidende Rolle im Verlauf des Krieges und hinterließen tiefe Spuren in der deutschen Geschichte.
Von Erzählungen meiner Mutter weiß ich, dass sich der Himmel verdunkelte, wenn die riesigen Bombergeschwader von Aachen kommen in Richtung Köln flogen. Am Beispiel Düren sieht man, mich welcher Gewalt die Alliierten vorgingen. Am 16. November 1944 traf es Düren. Zu 99 Prozent ging die Stadt unter. 15 Häuser blieben verschont. Im Einzelnen waren am Einsatz gegen Düren 485 viermotorige Lancaster und 13 Schnellbomber vom Typ Mosquito beteiligt. In Jülich setzte das Bomber- Command 413 ebenfalls schwere Halifax-Bomber, 78 Lancaster und 17 Mosquito ein, gegen das wesentlich kleinere Heinsberg 182 Lancaster. Daran erkennt man, mit welcher Brutalität der Krieg geführt wurde. Selbst als die alliierten Truppen Jülich eingenommen haben, wurde Köln immer noch bombardiert. Obwohl Deutschland keine Chance mehr hatte, leistete man noch heftigen Widerstand. Aus persönlich geführten Recherchen weiß ich, dass über 78 amerikanische Soldaten im Bethlehemer Wald den Tod fanden. Von älteren Menschen hörte man, dass die Amerikaner den Verlust an Soldaten so gering wie möglich halten wollte und bei dem kleinsten Widerstand das eigene Vorgehen stoppten und das vor ihnen liegen Terrain bombardierten. Im Garten von Peter Brüggen stürzte ein kanadischer Halifax-Bomber brennen ab und grub sich tief in den Boden.
In Köln zählte man an die 252 Luftangriffe mit ca. 1,5 Mill. Bomben. Köln wurde schwer beschädigt. Heute weiß man, dass er dem Luftgeschwader (Name) angehörte in Leverkusen-Mondorf die Ölraffinerie als Ziel hatten, Auf dem Rückweg wurde die Bomber von deutschen Jagdflugzeugen in der Nähe von Königsdorf in Brand geschossen.
Hierzulande heulten jedes Mal die Luftsirenen und die Fenster mussten verdunkelt werden.
Im Alter von 70 Jahren haben ich mit Hans Günter Poes aus Aachen die Reste von abgestürzten Militärmaschinen ausgegraben. Diesem Thema werde ich einen ganzen Abschnitt widmeten.
In dieser Zeit wurde ich in Olpe Osterseifen geboren.