Büsdorf
Dr. Braschoß
Büsdorf, ein kleiner Ort im Kreis Bergheim.
Büsdorf war ein Bauerndorf mit wenigen Höfen und verstreuter Bebauung.
Die Einwohnerzahl dürfte deutlich unter 1.000 gelegen haben - wahrscheinlich im Bereich 300-600 Personen.
Nobelpreisträger
Günter Grass und Heinrich Böll lebten kurz in Büsdorf
Adressen Wohnort
Der Pfeil links zeigt auf das Haus An d. Ronne, wo G. Grass gewohnt hat,
Auf der Ecke „Auf d. Ronne" und Fliestedener Str. liegt der Bauernhof und Fliestedener Straße 19 wohnten die Eltern.
Bäckerei Matzerath
Georg Linzbach

17.11.2025
CDU verabschiedet Georg Linzbach als Ortsbürgermeister von Büsdorf nach 22 Jahren
Ein Abend voller Wertschätzung: CDU verabschiedet Georg Linzbach nach 22 Jahren und begrüßt Nachfolger Niklas Wischkony
Büsdorf - Nach mehr als zwei Jahrzehnten im Amt wurde Georg Linzbach am Freitagabend in den Räumlichkeiten des Vereins Büsdorf 2013 e.V. feierlich als Ortsbürgermeister verabschiedet. Rund 100 Gäste, darunter zahlreiche Wegbegleiter, Vertreter des CDU-Ortsverbandes Büsdorf, Fliesteden und Glessen sowie Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft, waren gekommen, um Linzbach für sein langjähriges Engagement zu danken.
Laudatio von Bürgermeister Mießeler
Bürgermeister Volker Mießeler würdigte in einer bewegenden Rede die Verdienste des scheidenden Ortsbürgermeisters. Georg Linzbach hat über 22 Jahre hinweg mit Herzblut und großem Verantwortungsbewusstsein für die Menschen in Büsdorf gearbeitet. Sein Einsatz hat das Miteinander geprägt und viele Projekte möglich gemacht.
Einstand für Niklas Wischkony
Der Abend war nicht nur Abschied, sondern auch Neuanfang: Der frisch gewählte Ortsbürgermeister Niklas Wischkony nutzte die Gelegenheit und betonte in seiner Ansprache:
„Georg war all die Jahre nahbar und menschlich - das ist auch mein Anspruch für die Zukunft. Ich möchte die erfolgreiche Arbeit fortsetzen und gleichzeitig neue Impulse für Büsdorf setzen."
Langjährige Zusammenarbeit gewürdigt
Besonders hervorgehoben wurde die enge Zusammenarbeit zwischen Georg Linzbach und Elisabeth Hülsewig, Stadträtin für Büsdorf, die ihn über 22 Jahre hinweg begleitet hat. „Georg Linzbach war für die Büsdorfer Bürgerinnen und Bürger und Vereine stets Ansprechpartner und hat seinen Hof für das Dorfleben zur Verfügung gestellt. Elisabeth Hülsewig: „Der neu angelegte Spielplatz Am Hüttenhof für alle Generationen war unser größtes gemeinsames Projekt."
Auch Linzbach selbst richtete persönliche Worte an die Gäste: Für die Zukunft wünsche ich Dir, lieber Niklas, von Herzen alles Gute, viel Erfolg und
vor allem Freude an Deiner neuen Aufgabe als Ortsbürgermeister.
Ich selbst werde mich auch weiterhin in unserem schönen Ort einbringen und freue mich darauf, die Maifreunde weiter zu unterstützen, im Karneval mit der Büsdorfer Jeckenbande zu feiern, beim Spargelfest auf unserem Hof mit Euch allen zusammenzukommen und im Verein Büsdorf 2013 weiter mitzuarbeiten.
Heinrich Böll
Kurzlebenslauf Heinrich Böll (Köln) Heinrich Theodor Böll (1917-1985) war einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit und Nobelpreisträger für Literatur. Er wurde am 21. Dezember 1917 in Köln geboren und entstammte einer katholischen, politisch kritischen Handwerkerfamilie. Nach dem Abitur 1937 begann er eine Buchhändlerlehre und kurz darauf ein Studium der Germanistik, das er wegen des Kriegs abbrechen musste. Während des Zweiten Weltkriegs diente er als Soldat an mehreren Fronten, wurde mehrfach verwundet und geriet 1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft.
Nach seiner Rückkehr nach Köln nahm er das Studium wieder auf und begann intensiv zu schreiben. 1949 erschien sein erstes Buch „Der Zug war pünktlich", gefolgt von zahlreichen Romanen und Erzählungen, darunter Billard um halb zehn, Ansichten eines Clowns und Die verlorene Ehre der Katharina Blum. Seine Werke prägten die deutsche Nachkriegsliteratur entscheidend und thematisierten Kriegserfahrungen, gesellschaftliche Moral und politische Verantwortung.
Böll engagierte sich stark gesellschaftspolitisch, war Präsident des deutschen und später des internationalen PEN-Zentrums und erhielt 1972 den Nobelpreis für Literatur. Er starb am 16. Juli 1985 in Langenbroich bei Düren.









