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Niederaußem

Freitag,4.09.26

Hallo lieber Roger,

 

da bin ich bei dir, habe aber deine Mail in unsere Doko eingestellt. Danke.

Zu deiner Kenntnis. Du hast für Helmut Schrön in Köln recherchiert. Es ging dabei um die Remigius Kirche in Bergheim. Das historische Archiv des Erzbistum ist für diese Frage nicht zuständig. Das Erzbistum Köln ist im Besitz der Akten, die eigentlich in der Remigius-Kirche lagern sollte. Damit ist die Frage von Helmut Schrön beantwortet. Er selbst war mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden, hat aber jetzt einen direkten Ansprechpartner im Erzbistum.

Hast du den Anschlag auf das Umspannwerk in Bergheim-Rheydt mitbekommen. Wir haben das indirekt beobachten können, als die Blöcke in Niederaußem runtergefahren wurden. Und hier kommt mir Günther Grass wieder in den Sinn. Man spricht nicht mehr von Günther Grass, sondern von Blöcken.

Hier ist eine kurze Doko von RWE, die auch die Frage beantwortet, welche Kraftwerke Grass gesehen hat und Beschreibt: Fortuna!

 

Braunkohlenkraftwerk

Kraftwerk Niederaußem

Daten, Zahlen, Fakten

Lage des Kraftwerks

Bergheim, Nordrhein-Westfalen

Kraftwerkstyp

Braunkohlenkraftwerk mit 3 Blöcken

Inbetriebnahme

1974-2003

Leistung (netto)

2.200 MW

Anzahl der Blöcke

2 Blöcke G & H (600 MW)
1 Block K (1.000 MW)

Ein Standort mit Tradition und Zukunft

Seit 1963 ist der Ortsname Niederaußem eng mit der Produktion von Strom verbunden. Bis heute liefert der Kraftwerksstandort zuverlässig Energie für Millionen Menschen - und er setzt Maßstäbe in der Entwicklung innovativer Technologien für eine klimafreundliche Energiezukunft.

Technikgeschichte ist sichtbar

1963 nahm das damalige Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk (RWE), Vorläufer der heutigen RWE Power AG, die ersten beiden Blöcke in Betrieb. Mit einer Erzeugungskapazität von 150 Megawatt entsprachen sie damals dem neuesten Stand der Technik; 1955 waren in Frimmersdorf und Weisweiler Einheiten gleicher Dimension ans Netz gegangen. Mit dem steigenden Strombedarf wurden neue Blöcke mit der Zeit immer größer ausgelegt: 1965 nahm RWE den ersten 300-MW-Block in Betrieb, 1974 den ersten 600er am Standort Niederaußem. 2003 erreichte der Kraftwerksbau mit Block K und einer Bruttoleistung von 1.000 MW einen neuen Rekord. Weil mit den neuen Block-Baugrößen auch die jeweiligen Kesselhäuser immer höher wurden, lässt sich die Technikgeschichte heute an der Architektur des Kraftwerks Niederaußem von links nach rechts ablesen. 

Emissionen einsparen - Wirkungsgrad erhöhen

Jüngster Baustein des Standorts ist der Block K, auch „Konrad" oder „BoA 1" genannt. Die Abkürzung „BoA" steht für Braunkohlenkraftwerk mit optimierter Anlagentechnik. Viele Verbesserungen an unterschiedlichen Stellen des Produktionsprozesses sorgen für eine besonders effiziente und umweltfreundliche Stromerzeugung. Der Block verbrennt stündlich rund 850 Tonnen Kohle und zeugt damit über 2.500 Tonnen Dampf. Die Turbine des Kraftwerksblocks erbringt eine Leistung von gut 1.000 Megawatt (MW). Damit kann der Strombedarf einer Großstadt wie Köln mit einer Million Einwohner in 265.000 Haushalten plus Industrie gedeckt werden. Der elektrische Wirkungsgrad der Anlage liegt bei mehr als 43 Prozent - das ist Weltrekord für Braunkohlenkraftwerke. Das senkt den Kohleeinsatz pro erzeugter Kilowattstunde und senkt den Ausstoß von CO2 und anderer Emissionen. 

Stilllegungspfad: Blöcke D und C machten den Anfang

Im Zuge des schrittweisen Kohleausstiegs bis 2030 werden nach und nach alle Braun- und Steinkohleanlagen stillgelegt. RWE hat am Standort Niederaußem am 31.12.2020 den 300-Megawatt-Block D und ein Jahr später den leistungsgleichen Nachbarblock C stillgelegt. Die Einheiten E und F sind zum 1. April 2024 endgültig vom Netz gegangen. Den Plan für die Abschaltung der weiteren Blöcke können Sie dem Stilllegungspfad entnehmen.